Was ich lernen musste, seit ich mit Schmerzen lebe, ist, Prioritäten zu setzen.

Es kostete mich in meinen schlimmen Phasen täglich soviel Kraft, mit den Schmerzen zu sein, in der Verzweiflung nicht zu versinken, mich immer wieder auf`s Neue zu motivieren, den Tag aufzunehmen, dass ich immer wieder kleine Vorhaben stoppen musste z.B. Abwaschen, eine e-mail schreiben, Unterlagen zu sortieren, und später neu anzusetzen.

Nur das wirklich Dringliche und auch Wichtige konnte ich erledigen. Für alles andere war keine Kraft.

Also mit so wenig Kraft wie möglich das größtmögliche erreichen.

Selbst für scheinbar kleine Dinge, die wenig Zeit brauchen, aber nicht dringlich und wichtig waren, war kein Raum.

Das führte immer wieder zu Unverständnis im Umfeld.

„Du musst doch nur mal eben“ hieß es da.

Aber dieses „nur mal eben“ war nicht möglich.

Auch unabdingbar war es, zu lernen, Hilfe anzunehmen.

 

Ich habe festgestellt, dass mein Umfeld sich gefreut hat, wenn es etwas für mich tun konnte; denn die Schmerzen können sie mir ja nicht nehmen.

Also ist es eine Win-Win-Situation.

Nur Mut!