Gibt es die Lösung für einen guten Umgang mit den Menschen, die keine Schmerzen haben?

Lange, lange Zeit habe ich gedacht, es gibt sie.

Besonders schwierig empfinde ich es, wenn man keine klare Diagnose hat. Dadurch fehlt den Menschen ein Anhaltspunkt, an dem sie sich entlanghangeln, es sich ein wenig vorstellen können.

Und eine Diagnose vom Arzt hat immer Gewicht und löst am ehesten Verständnis aus.

Ein weiteres Problem ist, dass man die Schmerzen nicht sehen kann. Dadurch werden sie von außen nicht wahrgenommen.

Ich habe immer wieder mein Verhalten geändert, aber “richtig” war es nie.

Wenn ich geklagt und gejammert habe, schreckte ich  die Menschen ab.

Wenn ich aber fröhlich war, schien es ja nicht so schlimm zu sein. Das irritiert dann fast noch mehr.

Vor längerer Zeit waren meine  kompletten Arme ein paar Wochen eingetapet; d.h. sie leuchteten herrlich, auch noch in der Signalfarbe rot.

Prompt gab es ganz andere Reaktionen im Umfeld.

Meine Schmerzen waren plötzlich sichtbar.

Mir wurde ständig Hilfe angeboten und aktiv Anteilnahme gezeigt.

Das war bzgl. der Menschen um mich herum eine sehr erholsame Zeit für mich.

Ansonsten,  war ich ohne optische Erkennung meiner Schmerzen, habe ich mir oft Abfuhren eingefangen, wenn ich um Hilfe gebeten habe, mit den Worten: „Das kannst Du doch selbst.“   Dieselben Tätigkeiten, bei denen ich mit rotem Tape sofort Hilfe bekam.

 Zu erklären, warum ich für dieses oder jenes Hilfe brauchte, reichte oft einfach nicht aus, weil es nicht verstanden wurde, weil ich oft auch so “gesund” aussehe.

Mittlerweile bitte ich, soweit möglich, nur noch Menschen, von denen ich weiß, dass sie meine Bitten ernst nehmen, um Hilfe.